Mein Köln HM 2010 Erlebnis..extrem lang…

Erstmal ein Dank an die vielen lieben Worte vor diesem HM. Falls ich Euch genervt habe, tut mir dies sehr leid, aber ihr habt mir ab km 16 sehr geholfen. Danke dafür. Bei der nächsten Vorbereitung nerve ich bestimmt wieder.

Jetzt aber meine Geschichte rund um den Kölner Halbmarathon 2010

Nachdem alles rausgelegt und schon teilweise gepackt war, ich hier im Forum und im Blog meine letzte Runde gedreht hatte, war Bettzeit angesagt. Geschlafen in der Nacht vorm Lauf habe ich wie ein Stein. Gott sei Dank. Die Nervosität hielt sich in Grenzen und beschränkte sich zunächst nur auf die Anreise.
Was die Kölner sich haben alles einfallen lassen um die Anreise so schwierig zu machen – nicht schlecht. Wecker klingelte für mich um 5:30 Uhr (ja das ist früh für eine kurze Anreise, aber….)
Aufstehen kein Problem, da zahlt sich das frühe Arbeiten aus. Rein ins Bad. Alles abkleben was irgendwie scheuerempfindlich sein könnte. Eine Mumie konnte nicht besser aussehen als ich. War aber egal hat ja keiner gesehen ausser meiner Frau die gegen 6:00 Uhr aufstand.
Mein Sohn der meinen ersten HM miterleben durfte / musste wurde gegen 6:15 Uhr geweckt (Rabeneltern!!!)

Gegen 6:30 Uhr waren alle Familienmtglieder und Eltern im Auto verstaut (Ja meiner darf so viele mitnehmen, nein ich fahre keinen Bus). Auf Richtung Köln. Die A57 leer wie nie und ich mit dem Fuss knapp vor der Oelwanne.

P21 den Shuttelparkplatz hatten wir schnell gefunden. Die Shuttelbusse und die schon anderen zahlreichen Teilnehmer auch. Jetzt wurde ich langsam nervös – es kribbelte ein schönes Gefühl gehört wohl dazu.
In den Bus und auf Richtung Messe und Startplatz. Warum der Bus uns mitten im Messegelände rauslässt und nicht bis zur Expo fuhr verstehe ich bis heute nicht aber egal. Startunterlagen brauchte ich nicht mehr holen. Hatte am Freitag schon Urlaub und war bereits auf der Messe und bei der Ausgabe. Ich wollte im Vorfeld nicht vieles dem Zufall überlassen.
Also blieb genügend Zeit alles in Ruhe angehen zu lassen.

Gegen 8:00 Uhr machte sich der Familientross auf Richtung Startplatz. Puh was waren hier Menschenmassen unterwegs. Einige sahen professionell aus andere sahen nicht nach Läufern aus. Einige lustige Mischung aus verschieden Leuten und nationalitäten. Sehr nett.

8:30 Uhr lange Hose aus. Jacke aus. Schuhe richtig schnüren. Den Chip nochmal festzurren am Gelenkband und warm laufen. Da kam der Trainer in meinem Vater wieder hoch. Mach das so tue dies so dehn dich doch mal etwas. Ja ich mochten ihn auch in diesem Moment.
Mein Warmlaufen absolvierte ich schon im Startblock, der war riesig und noch nicht gut gefüllt.
Ich durfte aus dem Orangenen starten, ich konnte ja keine HM Zeit angeben beim anmelden. Aber hinter mir gab es noch einige Starter im weissen Block. Vielleicht waren die gefährlich ode alles Düsseldorfer . Ich weiss nicht warum die noch weiter hinten starten mussten.

Meine Familie verbaschiedete sich kurz vor dem Start. Sie wollten hoch auf die Brücke und mich dort oben das erste mal anfeuern. Ob die mich überhaupt sehen bei 13.000 Startern, ich hatte meine Zweifel sollte aber eines besseren beleehrt werden.

Der Start

Es wurde ernst. Der erste Block die schellen wilden ROTEN durften als erstes los. Jetzt stand ich hier, alleine mit einer riesen Menschenmenge und würde gleich meinen ersten HM laufen. Plötzlich kamen wieder diese Fragen auf. Halten die Füsse das durch? Hätte ich die anderen Schuhe anziehen sollen? Wie komm ich weiter wenn ich aufgebe? Ich weiss leider nicht mehr wer es hier schrieb, aber ich habe alle diese Sachen auf eine Wolke gesetzt und habe sie weggschoben. Weit weg!!!

Mittlerweile waren alle Blöcke vor mir gestartet. Meiner war der nächste. Der Moderator machte noch einige witze über uns und das sagte in 3 Minuten dürften wir los. Puh was können 3 Minuten lang sein…….So dann aber kam ein Startschuss. Konfetti flog über uns und mein erster HM wurde gestartet.

Der erste km war alles andere als schön. Wie sollte ich so mein Tempo finden. Hallo könnt ihr alle mal beiseite gehen, ich habe doch eine Pace zuerreichen. Das war ganz ernüchtern. 6:18 stand nach dem ersten km auf der Uhr. Wie sollte das den weiter gehen.
Ach meine Familie habe ich auf der Brücke gesehen. Sie mich auch jeder hatte eine Pfeife oder eine Rassel/Trommel in der Hand. So was ist schön und zaubert ein lächeln aufs Gesicht zumindest beim ersten km.

Die km liefen nur so dahin die Strecke wurde breiter und das Feld zog sich langsam auseinander. Bis km 8 lief alles bestens. Die km rasten nur so vorbei und ich dachte das alles wäre ein Traum. Die este Verpflegungsstation kam bei km 5. Warum müssen alle am ersten Tisch trinken und stehen bleiben. Ich habe am vorletzten Stand das gleiche Angebot wargenommen wie ganz vorne nur ohne Schlangestehen. Schon was gelernt bei km 5.

Bei km 10 gab es die Durchgangszeit von 57:31 min. O.K. dachte ich mir bisher alles im Lot. Läuft gut die Leute waren gut drauf und ich hatte einen Puls der nich knapp 20 Schläge unter dem max. lag….Sauber dachte ich mir. Das rennt. 1 min über soll – das geht.

Die nächsten 5 km waren nicht schlechter, aber ich kam nicht mehr ganz auf meinen 5:41 Schnitt. 5:47,5:38,5:47,5:44,5:55

Ab km 15 bzw. 16 gingen in meinem Kopf die Lichter aus. Urplötzlich verfestigte sich der Gedanke. So weit so schnell bist du noch nie gelaufen. Das hälst du nicht durch. Von da ging es kräftig bergab (leider nicht auf der Strecke). Die km Zeiten gingen in den 6 er Bereich. Eigentlich ärgerte ich mich über meine Geschwindigkeit, weil mein Puls absolut im grünen Bereich war. Eine Erklärung hatte ich auf der Strecke nicht. War es das Stück Banane oder doch der Dextro Drink bei km 15? Wer weiss.
km 16 und so weiter schleppte ich mich weiter. Viele Leute fingen an zu gehen und das motivierte mich wiederrum weiter zu laufen. Ich sagte mir immer wieder nicht gehen, du fauler Sack fängst dann nie wieder an zu laufen. Also lief ich.
Meine sub 2 war mir mittlerweile egal. Jetzt hiess es nur noch so schnell und sauber wie möglich ins Ziel zukommen. Die Stimmung an der Strecke konnte ich leider nicht mehr sehr geniessen. Aber sie war bestimmt super.
Kurz bevor ich erneut auf die Brücke musste stand an der rechten Seite an einem km-Bogen ein männlicher Teufel. Wenn mich nicht alles täuscht sah der Typ aus wie der Teufel der immer bei der Tour de France teile am Berg mitläuft. Vielleicht hatte ich auch eine Fatamorgana – bisher konnte mir keine meine Sichtung bestätigen.
Das was ich aber auf dem letzten km sehen konnte war meine Familie. Sie standen alle wieder ober auf der Brücke.
Sie feierten mich als ob ich einer der ersten wäre der gleich durchs Ziel laufen würde. Ich bekam eine Gänsehaut. Mein schrie mich an „…..Hau rein Papa….“ (was muss ich langsam gewesen sein wenn ich das alles hören konnte) Als ich an Ihnen vorbei war wisch ich mir eine merkwürdige Flüssigkeit aus dem Auge und lief die Brücker runter zum Zielbogen.
Ein Moment den ich nie vergessen werde. Für viele ein Zieleinlauf, für ich weiss es nicht ich kann gerade kein Wort dafür finden. Egal. Eines stand fest. Ich bin zu Ende gelaufen. Meine Zielzeit genau 2:04 Std. Ich bin zufrieden.

Hinter dem Zielbogen waren viele Helfer da die diverse Läufer stützten oder Ihnen anders biseite standen. Ich löste meine Schnürsenkel einwenig und machte mich auf zum Verpflegungsdorf. Wahnsinn was es das alles gab. Alles was man gerade brauchte und eine Medaille. Diese hat sich wohl später mein Sohn umgehangen und seit dem habe ich sie nicht mehr wieder bekommen.
Ein Plastikteil wurde mir umgehangen und ich schlenderte durch viele erschöpfte Personen durch die Fressmeile. Essen ne ging gar nicht nur trinken, trinken, trinken……..
Hätte nicht gedacht das so ein blödes Plastikding so warm halten kann.

Da schnell raus und zur Expo diesen Punkt hatte ich mit meiner Familie ausgemacht um sie wieder zu treffen. Wir alle freuten uns als wir uns in den Armen halten konnten und alle sagten das sie stolz auf mich wären. Ein schönes warmes Gefühl.

Die Rückreise verlief Problem wie eingentlich der ganze Ablauf. Ein an alle Orga Leute. Schöne Veranstaltung, mag sein das ich wieder komme.

Der nächste morgen war recht angenehm und der Muskelkater hielt sich erstaunlich in Grenzen. Vielleicht doch nicht alles gegeben??????

Heute war ich schon wieder laufen. Ganz lockere 6 km und mit meiner Frau verhandel ich schon über den nächsten HM im Jahr 2011.

Danke an Euch für die Viele Unterstützung bis zum heutigen Tag. Danke an die Nachrichten die mich direkt beim einloggen erreicht haben.

lg
meinzu – Puh sch…… langer Text

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Über meinzu

noch einer mehr der was los werden will
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