Aktion Libero

Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist – Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig.

Ein unerträglicher Zustand! Ob jemand schwul ist, oder rund, oder grün, das darf keine Rolle spielen. Wir alle sollten ein bisschen besser aufpassen – auf unsere Worte, unser Denken, unsere Taten: Die Freiheit jedes Einzelnen ist immer auch die eigene Freiheit.

Wir schreiben in unseren Blogs über Sport, und unsere Haltung ist eindeutig: Wir sind gegen Homophobie. Auch im Fußball.

Hier mein Beitrag zu dieser Aktion.

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Habe lange überlegt was ich selber zum Thema Homophobie im Sport hier insbesondere im Fußball beitragen könnte. Da kommt die Aktion Libero mir über den Weg.
Ich selber habe von der Aktion bei den Kollegen vom Sportbloggernetzwerk gehört und nach einiger Überlegungszeit mich entschieden daran teilzunehmen, weil:

Ich bin mir nicht sicher ob alle danach schreien , das sich „endlich“ einer outet oder das Thema einfach Tod geschwiegen werden sollte. Wurde das Depressionsthema durch den Tod von Robert Enke besser aufgearbeitet oder wurde es medial vollkommen ausgeschlachtet. Was bleibt von solchen Sachen in Erinnerung?

Die Homophobie im deutschen Stadion findet doch heute schon in teilweise ausgeprägter Form statt. Wird nicht heute schon jedem der sich auffälliger kleidet oder teilweise mehr auf sein äußeres achtet als andere für homosexuell gehalten? Was für ein raunen geht durch die Kurven in deutschen Stadion wenn Tim Wiese seine Torhütertrikots anzieht nur weil sie mint oder zart rosa sind.

Keiner bezeichnet eine ganze Mannschaft als homosexuell nur weil sie ULTRA BEAUTY trägt. Oder sind alle Fan`s die sich dieses vielleicht denkwürdige Trikot kaufen ebenfalls „homo“? Ich denke persönlich Nein.

Viele werden sagen was für eine nervige Aktion, was wollen die Initiatoren dami bezwecken, vielleicht wollen Sie nur auf sich aufmerksam machen und Anerkennung ernten. Wer so denkt hat den Sinn nicht verstanden.

Ich meine keiner muss sich outen, für sich, für Medien oder für andere, für etwas was in unserer Gesellschaft irgendwann mal normal werden darf / soll vielleicht muss. Keine sollte Interviews geben müssen um sich zu erklären, ob er wie sein Privatleben lebt.

Ich werde auch weiterhin einem Spieler zujubeln, egal oder dieser schwarz / weiß / hetro / homo /rechts oder Linksfuss ist solange er für mich das „richtige“ Trikot trägt und alles für „meinen Klub“ gibt.

In diesem Sinne Glück auf

…manche Sachen fangen im kleinen an…

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